Carmen Winter: Postkarte aus BEESKOW

All diese Wege bin ich nicht gegangen an dem sonnigen Oktoberwochenende, das ich in Beeskow verbrachte. Nicht zur Spreeinsel und nicht zum Fischerkietz. Ich pendelte nur zwischen unserem Hotel und der Burg hin und her. Vom ehemaligen Gutshaus mit Apfelbäumen im Garten, von denen sich Schmetterlinge die Restsüße des Jahres holten, mit dem hellen Salon, in dem wir frühstückten und dem düsteren Flur, der zu unseren Zimmern führte, ging ich zur Burg, verschanzte mich mit den Gefährtinnen hinter den dicken Mauern, um Texte abzuklopfen, Wort für Wort.

Wir folgten den Wölfen, flanierten durch Heidelberg, betraten ein Zimmer im Hospiz,  sahen einer Frau zu, wie sie auf einer Fensterbank Ameisen zerdrückte und fragten nach der Grenze zwischen Fiktion und Realität.

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