Frisch gefischt. Notizen aus dem Papierkorb.

1. weihnachtsfeiertag, eigentlich gerade in den 2. gekippt, mitternächtens, zeit also, um beinahe noch tagesaktuelles aus dem virtuellen zettelkasten des internets zu fischen anlässlich des gerade unentwegt mir vom bildschirm entgegenflirrenden wortes BARMHERZIGKEIT – gauck spricht hartnäckig davon in seiner weihnachtsansprache, papst franziskus macht es zum zentralen begriff alles uns jetzt angehenden lebens – Papst Franziskus hat ein außerordentliches Heiliges Jahr der katholischen Kirche ausgerufen. Das „Jahr der Barmherzigkeit“ beginnt am 8. Dezember – die deutschen bischöfe machen brav mit und – rufen die Gläubigen in ihren Diözesen zu einer aktiven Teilnahme am außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit auf – und was ist das überhaupt für ein wort, wo kommt das her, aus welchen alttestamentarisch anmutenden tiefen weht es zu uns herauf, ist dabei seltsam vertraut. ich lese unter dem sicher eindimensionalsten link (obwohl er das gegenteil suggerieren will – wissen anschaulich machen wollen sie, wer eigentlich?, vorkauen, bah), der mir seit langem begegnet ist, durchaus auch brauchbares: Die Barmherzigkeit ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not und nimmt sich ihrer mildtätig an. Die umgangssprachliche Formel „Mitleid und Barmherzigkeit” deutet an, dass hier Unterschiedliches vorliegt, dass es also bei der „Barmherzigkeit” weniger um ein Mit-Fühlen als um eine dessen nicht bedürftige Großherzigkeit geht. Sie gilt als eine der Haupttugenden und wichtigsten Pflichten der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam, Bahai sowie anderer Religionen wie Buddhismus und Hinduismus.

Siehe http://worterbuchdeutsch.com/de/barmherzigkeit

warum meine aufregung hier, warum das ganze gewese um, Sie wissen schon, ( bin ich vom weihnachtsmops gebissen), wenn es auch kurz und knackig geht – ebenso auf worterbuchdeutsch.com zu finden (chapeau!):

Die Worte! Die Worte! Man hat im Namen der Barmherzigkeit verbrannt und im Namen der Brüderlichkeit guillotiniert. Im Theater der menschlichen Dinge sagt der Zettel fast stets das Gegenteil des Stückes.

Edmond de Goncourt

Ein Gedanke zu “Frisch gefischt. Notizen aus dem Papierkorb.

  1. Barmherzigkeit – So ein großes Wort. So kleine Taten, die nötig sind.
    Mildtätigkeit, Nächstenliebe, Wohltätigkeit, Humanität, Menschenfreundlichkeit, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft …
    Bedeutet es nicht auch, ich tue dem anderen nicht an, was mir nicht angetan werden soll?
    Kein Krieg, kein Töten, kein Leid.
    Wann lernt der Mensch aus der Geschichte?
    Ich wünsche für 2016 allen Frieden, inneren und äußeren.

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