Carmen Winter: Postkarte aus LOCCUM

Das Himmelszelt ruht aus
von den Familienfesten
Rosen blühen ins Endlose
und ein Winterstrauch
verströmt Honigduft
vergeblich
nur ein Dutzend Mücken
schwärmen im Sonnenlicht
eine Maus raschelt unterm Laub
verlässt die Deckung
für einen Blickwechsel

2 Gedanken zu “Carmen Winter: Postkarte aus LOCCUM

  1. ….dazu begegnete mir gestern Inger Christensen, gleich auf dem ersten Kalenderblatt vom Arche-Literaturkalender:

    „Ja, in diesem glücklichen Augenblick, wo alle Entscheidungen dadurch getroffen werden, daß und indem das Gedicht sich selbst schreibt, ist vielleicht geradezu entschieden, daß das, worüber geschrieben wird, etwas ist, das man nicht genannt hat, etwas, das sich bis jetzt im Gedicht versteckt gehalten hat, um zuletzt das Bewußtsein mit etwas Wichtigem hervorzulocken, Krieg, Frieden, Glück, Tod oder dergleichen, alles Zeichen dafür, daß all die großen Worte ihren sehr unzugänglichen Geheimniszustand haben…“

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