Claudia Breitsprecher: Ausrufe und andere Zeichen

Das Wort heißt ‚bemerkenswert‘. Was bemerke ich, was bemerken wir und was unterscheidet das Bemerkte von dem anderen, das nicht bemerkenswert, nicht ‚der Rede wert‘ ist. Natürlich es ist die Bedeutung. Insbesondere Medien- und Kulturschaffende müssten sich Tag für Tag neu die Frage stellen, von welchen Ereignissen sie möchten, dass ihre LeserInnen, HörerInnen, ZuschauerInnen davon erfahren. Das ist aber gar nicht so leicht, weil es mit der Bedeutung so ist wie mit der Henne und dem Ei. Was wir bemerkt haben im Laufe des Lebens, halten wir für bedeutsam und teilen es der Allgemeinheit mit, auf dass auch sie es (wieder und wieder) bemerke, auf dass es etwas erlange, das es in unseren Köpfen sowieso schon gehabt haben muss, weil wir sonst nicht darüber geredet, geschrieben, gemalt hätten: Relevanz. Wo bleibt in diesem Prozess aber das Schaffen der Kultur, wenn nur reproduziert wird, was schon da war, was schon bemerkt worden ist und daher wahrscheinlich auch wieder bemerkt würde, stellte man mehr davon bereit? SAMSUNG

Jetzt mach mal mehr davon, das geht weg wie geschnitten Brot!
Aber geschnitten Brot ist gleichförmig
und selten frisch.

Kreieren wir lieber Pfefferkuchen, Petit Fours und Rosinenbrötchen.
Oder Gugelhupf.
Oder was?

 

Ein Gedanke zu “Claudia Breitsprecher: Ausrufe und andere Zeichen

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