Claudia Schattach: Ansichten einer Kurzsichtigen

Liebesgedicht an einen Seelenverwandten

Ich sah dich stehen
unter anderen finsteren Gestalten
warst du der Finsterste und
ich habe dich sofort geliebt dafür.
Jedes Mal
wenn ich an dir vorüberging,
wenn ich in deine garst‘ge Fratze sah,
wenn ich vergeblich
deinen Grimm
auf mich zu lenken suchte,
jedes Mal
sagt ich mir, du musst
mir angehören, gallebitterböses
Kauzwesen, du!

Nun gehörst du mir.
Deine Nüstern
würden schnauben
wärst du nicht aus Stein und
finster starrst du in die
Ausgestorbenheit der Zeit,
verweigerst dich,
Seelenbruder,
Schutzdämon,
der Einzige,
dem ich vertrau,
weil ja weil du
selbst das Glück
verachtest.

3 Gedanken zu “Claudia Schattach: Ansichten einer Kurzsichtigen

  1. endlich versteh ich mal, warum erstaunlich viele attraktive frauen auf finsterlinge abfahren. sie erkennen das kauzwesen im anderen, und in sich..

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