Marion Boginski – Klein(ich)keiten

Ich ging im Walde

So für mich hin.

Den Schlängelweg am See entlang.

Mit Blick auf den Waldboden.

Fand millimetergrasgrün. Erste Blättchen an einem Busch.

Ich ging und ging. So für mich hin. Doch da …

Plastikblau, alusilber, papierweiß.

IMG_3286

Zwischen den Bäumen, auf einem Stamm, halb im See.

Ging weiter so für mich hin und da …

Fand mitten im Wald, nicht am Rand, nein mittendrin:

Zehn Laufschuhe, nicht alle passen zusammen, so wenig wie sie hierher passen.

Paare in Schwarz und Rot, ein Grauer mit roten Streifen, ein Roter mit weißen Streifen …

Dazu ein Gummihandschuh in Gelb. Dazu eine Wasserflasche.

IMG_3289

Was ist der Sinn?

Bis hierhin gerannt und dann barfuß weiter.

Bis hierhin gerannt und dann einen Beutel mit alten Sportschuhen ausgeleert, mitten hinein in die noch schlafende Natur.

Farbe in das Grau des Waldes bringen.

Hätte Konfetti nicht auch gereicht?

Bald wird grasgrün alles zudecken.

Scheint allein die Natur zu wissen, was sie tut?

Ein Gedanke zu “Marion Boginski – Klein(ich)keiten

  1. Erstaunlicherweise zeigen die Schuhe und sogar der Handschuh alle in eine Richtung. Vielleicht ist dort ja ein Schatz vergraben? Oder Kinder waren auf Schnitzeljagd . Oder es handelt sich um die ersten selbstlaufenden Schuhe, und die Software hat versagt, oder …, oder ….
    Mein Glaube an das Gute im Menschen lässt sich so schnell nicht erschüttern …

    Gefällt 2 Personen

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