Postkarte aus FRANKFURT (ODER)

Vor 30 Jahren bin ich hier her gezogen. Damals war Frankfurt noch Bezirksstadt. Die erste Wohnung hatte Ofenheizung und einen Nachbarn, der den Schlüssel nahm und heizte, wenn wir im Winter mal eine Woche weg waren.
Ich erinnere mich, das ich immer müde war. Auch im Büro musste morgens ein Ofen geheizt werden. Es war das Büro des Bezirksliteraturzentrums. Der Platz auf einer Postkarte reicht nicht aus, um zu erklären, was das für eine Einrichtung war.
1988 habe ich natürlich nicht gedacht, dass ich 2018 immer noch in Frankfurt (Oder) leben würde.

3 Gedanken zu “Postkarte aus FRANKFURT (ODER)

  1. Bis zum Jahr 2001 lebten wir mit Ofen. Zu dritt so zu sagen. Alles war Ofen. Alles war… kalt oder warm. Je nach Wecker, Kohle und… modern war: kalt gepresstes Olivenöl. Es gerann unter – 5 Grad Celsius. Regelmäßig. Warmes Essen. Warme Wohnung. Warm. Alles Kohle. Abgebaut in… Gundermann…  hat unsere zwei Zimmer geheizt. Das wusste ich damals nicht. Heute leben wir immer noch – warm – in diesen zwei Zimmern. 48 Meter zum Quadrat. Ohne Ofen. Einfach. Begrenzt. Das leben – groß und oder klein geschrieben – wir. Wir sind so dings, die man heute fossil nennt;- Kohle halt;- und Menschen;- und es erleichtert mich, dass fossil keine Steigerung kennt und kein apostroph… und… ich lebe…. Jenseits des Mains. Der Buchmesse und… So prowinzich…. so….

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