Postkarte aus dem KINDHEITSLAND

Als ich ein Kind war, fiel der Schnee in dicken Flocken. Mit weißen Tüchern deckte er die Fensterbretter zu, den Hof und das ganz Dorf. Wir rodelten. Die Großen schnallten die Skier unter. Wir bauten Schneemänner und lernten das Gedicht von den hungrigen Vögeln im Winter. „Buntspecht, komm nach vurn. Buntspecht, hier ist dein Wurm. Und besten Dank für die Arbeit.“

Einmal fiel der Schnee und fiel und fiel und hörte gar nicht mehr auf zu fallen. Die Großen nahmen die Schaufeln und schaufelten Gänge vom Haus zur Straße und vom Haus zum Holzschuppen und vom Haus zu den Hühnerställen. Wir formten Ziegel aus dem Schnee und bauten mitten im Garten einen Iglu. Nur ich konnte darin aufrecht stehen.

5 Kommentare zu „Postkarte aus dem KINDHEITSLAND

    1. Heute sah ich hier auf dem Rodelberg so einen Knirps. Sie sauste quietschvergnügt auf ihrem Schlitten den Berg hinab und über die Wiese. Die Pudelmütze war ihr über die Augen gerutscht. Sie strahlte.

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