Songs, verwirbelt, verzwirlt

Da gab es eine, die bekam als Kind einen Flügel geschenkt, dass er SIE in die Künste hinaustrage. SIE spielte nicht darauf, SIE nutzte ihn als Stehpult … um Gedichte zu schreiben, Gedichte von einer einzigartigen Poesie getragen und beflügelt. Viele Jahre später schrieb SIE ein Requiem. Ein Requiem aus Worten. Ein Requiem für Ernst Jandl. Songs von IHR sind mir nicht bekannt.

Ich hätte gern mal einen Song geschrieben, aber mir flogen die Melodien nicht zu und nicht die Noten für einen Flügel. Doch haben mich Songs immer wieder begleitet; die von Reinhard Mey zum Beispiel. Und die, die eigentlich für Kinder geschrieben wurden: „Maikes Lied“ von Rolf Zuckowski („Ich schaff das schon …“) hat mir als erwachsene Frau noch Mut gemacht, und mit Reinhard Lakomys „Traumzauberbaum“ sind meine Kinder groß geworden.

Ob SIE ihn gekannt hat, den Traumzauberbaum? Bestimmt hat (oder hätte) er IHR gefallen. Wer schreibt IHR jetzt ein Requiem? Ich kann mich nur verneigen – vor einer besonderen Frau und einem großen Werk: Danke, Friederike Mayröcker.

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