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seitensprünge

So viele Fragen.

Von einer Straßenseite zur anderen müsste ich springen, wenn ich all die bunten Plakate mit den coolen Sprüchen lesen wollte, die zur Zeit Brandenburgs Straßen mit Farbe und Sinn erfüllen. Zu viert oder fünft hängen sie übereinander an allen Lichtmasten, dazwischen das eine oder andere Gesicht freundlich blickender Menschen.
Und erstmals auch Tiere: viele Bienen, auch einige Schweine. Aber keine Kühe – die furzen zu viel Methan. So viele Fragen. weiterlesen

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Seitensprünge

Der klassische Seitensprung – wir kennen ihn. Bereits aus der Schulzeit. Deutschunterricht … Da war doch was …  In diesem Jahr kommt wohl keine(r) an Effi vorbei.

Ich habe sie neu entdeckt: im Archiv und im Museum.

  • Am 1. Juni 2019 in der Villa Quant in Potsdam, die das Fontane-Archiv beherbergt, bei einer Lesung des Jugendprojekts eff.i19. Wie frisch und modern sie doch sein kann, die Effi.

Zum Selbstentdecken einer rebellischen Effi =>http://www.effi19.org

und in dem Buch mit allen Texten der fünf Projektgruppen.

Hier bitte auch das Impressum lesen (neben dem Inhaltsverzeichnis) – das Team Frankfurt/Oder wurde von unserer Carmen Winter geleitet.

 

 

  • Am 16. Juni 2019 bei einem Besuch im Museum Neuruppin mit der Leitausstellung Fontane 200/Autor – einen ganzen Raum allein für Effi gibt es dort – und vieles andere mehr: zum Verweilen und Suchen, zum Aufspüren Fontanischer Wortschöpfungen und Zitate, zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken.

 

Weitere Fontanische Wortschöpfungen: Zärtlichkeitsallüren, Waldteufelgebrumm, Generalkladdersdatsch …

Und zum Schluss noch ein Zitat (aus einem Brief Fontanes an seine Frau Emilie, 1879):

„Personen, die ich gar nicht als Schriftsteller gelten lasse, erleben nicht nur zahlreiche Auflagen, sondern werden auch womöglich ins Vorder- und Hinterindische übersetzt; um mich kümmert sich keine Katze.“

 

seitensprünge

ÜBER SEHEN UND VERGESSEN

Zu Ostern ist das Sehen ganz wichtig (nicht nur für Kurzsichtige). Das Übersehen kann fatal sein, besonders, wenn es mit Vergesslichkeit gepaart ist.

Wahrscheinlich wisst Ihr schon, was jetzt kommt: die Sache mit dem fauligen Geruch zu Pfingsten irgendwo unter dem Sofa.

Nein, nein, in diesem Jahr konnte man die Eier ja im Freien verstecken und suchen, da geht der Verwesungsprozess der Vergessenen ins Kompostierstadium über, ist also alles halb so schlimm. ÜBER SEHEN UND VERGESSEN weiterlesen

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Verbleibpunkte

Zwei Dinge sind mir in den letzten Wochen zugeflogen, die scheinbar irgendetwas miteinander zu tun haben: Ein Bild, frisch digitalisiert (Danke Maja!) flog aus dem Netz in mein E-Mail-Postfach und ein Zettelchen flatterte aus einem alten Hefter, fiel zu Boden. VERBLEIBPUNKTE las ich auf dem Zettel, wusste nichts damit anzufangen und versuchte, die Stelle im Hefter zu finden, zu der dieser Begriff gehörte. Vergeblich sprang ich von Seite zu Seite, von Überschrift zu Überschrift, ratlos – was sind VERBLEIBPUNKTE?

Ich fragte Dr. Google. „Meinst du Verbleib Punkte“ antwortete er. Das Fragezeichen fehlte. Verbleibpunkte weiterlesen

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Neujahrsempfang

Die Zeit der Neujahrsempfänge neigt sich schon dem Ende zu. Es soll Menschen geben, die in dieser Zeit von einem Empfang zum nächsten springen. Bekanntlich benötigt man für derartige Anlässe eine Einladung. Leider habe ich keine bekommen – hat vielleicht die Post gestreikt?
Wie dem auch sei, ich mache das Beste daraus und gebe selbst einen Neujahrsempfang. Allerdings ist meine Wohnung etwas zu klein, nicht einmal ein Stehbankett in großem Stil wäre möglich. Dazu stehen schon zu viele herum, stehen in Schränken, Regalen, auf dem Schreibtisch, unter der Treppe … Überall diese Bücher.

Also gut, ich gebe einen Neujahrsempfang für Bücher.

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Zeitensprünge

P.S. 
Ihr könnt diesen Blogbeitrag auch gerne von unten nach oben lesen.
Ob ich das mit dem Buch auch einmal versuchen sollte?
Oh, es ist ja gar nicht mehr da. Vielleicht sollte ich nochmal in die Buchhandlung gehen?

19. – 29. Oktober 2018
Endlich am Ort des Geschehens: La Laguna / Santa Cruz / San Andres.
Wir verbringen den zweiten Teil unseres Urlaubs wieder am östlichen Stadtrand von Santa Cruz, inmitten der einfachen kanarischen Häuser, die ihre unterschiedlichen Farben an die Füße der braun-grünen Kegel des Anaga-Gebirges tupfen, gleich neben dem Teresitas Strand. Um uns herum wird spanisch gesprochen und geschrieben, kaum englische, nur wenige deutsche Worte.
Lesen am Strand, jetzt sind wir schon im Jahr 1981 angelangt. Je weiter es in der Geschichte der Insel zurückgeht, desto interessanter wird das Buch. Die letzten Seiten sind schnell erreicht. Das Gefühl von Löchrigkeit hat sich gelegt.

Ich sehe die Menschen um uns herum jetzt mit anderen Augen, besonders die Alten vor ihren Häusern,  die sich laut rufend unterhalten.
Ich gebe das Buch weiter, lasse es auf der Insel.

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seitensprünge

Es wird finster

Habt Ihr gestern schon zum Mond geschaut – und heute ( – und morgen)? Der frisst sich gerade rund und voll, tankt Kraft für den großen Sprung in die Finsternis. Dort könnt Ihr ihn suchen, in einigen Tagen, vor Anstrengung rot wird er sein. Ihr findet ihn, oder wartet darauf, dass die Finsternis ihn satt hat. Dann schiebt sie ihn wieder ab, den Mond. In ein Ankerzentrum, Transitzentrum oder Sammellager. Oder nur auf den BER, zu den Volkswagen. Falls dort noch Platz ist.

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Seitensprünge

Kennt Ihr dieses weiße Loch?

Da habe ich mal wieder recherchiert und recherchiert und recherchiert und …. Bin gesprungen von einer Internetseite zur nächsten, von einer Bibliothek in die nächste von einem kompetenten Gesprächspartner zum nächsten (es waren in diesem Fall tatsächlich alles Männer☹) und sitze nun in mitten eines Berges von Dateien, Büchern, Zettelchen … und starre auf das eine unbeschriebene Blatt, das weiße Loch. Und springe nicht zur Seite. Und falle hinein. Und übe mich im Klimmziehen, im mich Herausziehen. Aber ach, Bizeps und Trizeps und wie sie sonst noch alle heißen sind vom Aufschütten der Rechercheberge ermüdet.

Aber da: Ein Leuchten hoch über dem weißen Loch, wo kommt das her? Natürlich! Aus Rheinsberg! Die alphabettínen in Rheinsberg. www.alphabettinen.de Fröhliches Winken, helles Lachen, wir ziehen mich heraus aus dem weißen Loch,  am kommenden Freitag schon.

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Suchergebnisse

Und wieder sind wir alle auf der Suche. An diesem Wochenende auf der Suche nach der Quelle unseres Lebens. Wir suchen rechts und links und überall. Ich suche gerade mein letztes Pilsner Urquell. Vergeblich. Alexa!

„Alexa, wo ist mein Bier?“

„Bier macht dicke Bäuche.“ Dann das berüchtigte Alexa-Lachen, dieses hämische.

Also Siri. „Siri, wo ist mein Bier?“ Suchergebnisse weiterlesen