Archiv der Kategorie: Konstanze Reupsch: Seitensprünge

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Es wird finster

Habt Ihr gestern schon zum Mond geschaut – und heute ( – und morgen)? Der frisst sich gerade rund und voll, tankt Kraft für den großen Sprung in die Finsternis. Dort könnt Ihr ihn suchen, in einigen Tagen, vor Anstrengung rot wird er sein. Ihr findet ihn, oder wartet darauf, dass die Finsternis ihn satt hat. Dann schiebt sie ihn wieder ab, den Mond. In ein Ankerzentrum, Transitzentrum oder Sammellager. Oder nur auf den BER, zu den Volkswagen. Falls dort noch Platz ist.

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Seitensprünge

Kennt Ihr dieses weiße Loch?

Da habe ich mal wieder recherchiert und recherchiert und recherchiert und …. Bin gesprungen von einer Internetseite zur nächsten, von einer Bibliothek in die nächste von einem kompetenten Gesprächspartner zum nächsten (es waren in diesem Fall tatsächlich alles Männer☹) und sitze nun in mitten eines Berges von Dateien, Büchern, Zettelchen … und starre auf das eine unbeschriebene Blatt, das weiße Loch. Und springe nicht zur Seite. Und falle hinein. Und übe mich im Klimmziehen, im mich Herausziehen. Aber ach, Bizeps und Trizeps und wie sie sonst noch alle heißen sind vom Aufschütten der Rechercheberge ermüdet.

Aber da: Ein Leuchten hoch über dem weißen Loch, wo kommt das her? Natürlich! Aus Rheinsberg! Die alphabettínen in Rheinsberg. www.alphabettinen.de Fröhliches Winken, helles Lachen, wir ziehen mich heraus aus dem weißen Loch,  am kommenden Freitag schon.

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Suchergebnisse

Und wieder sind wir alle auf der Suche. An diesem Wochenende auf der Suche nach der Quelle unseres Lebens. Wir suchen rechts und links und überall. Ich suche gerade mein letztes Pilsner Urquell. Vergeblich. Alexa!

„Alexa, wo ist mein Bier?“

„Bier macht dicke Bäuche.“ Dann das berüchtigte Alexa-Lachen, dieses hämische.

Also Siri. „Siri, wo ist mein Bier?“ Suchergebnisse weiterlesen

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Die Palindrome sterben aus!

Ich liebe sie, die Palindrome, diese Symmetrie: WOW

Egal, ob von links oder von rechts, egal, ich kann sie immer lesen.

Die Buchstaben lassen sich stapeln und einfach von oben wieder absammeln, nichts mit vorsichtigem unten Wegziehen, WOW

OHO, ANNASUSANNA NEBEN OTTO NEBEN ANNASUSANNA, OHO

Oder, dank Genitiv ein höheres LEVEL:

RENTNER NEPPEN SEPPES NETTEN NEFFEN EHE NEFFEN NETTEN SEPPES NEPPEN RENTNER

Egel ob LAGERREGAL im Stapelspeicher oder REGALLAGER im Kellerautomaten, die Herzen der Informatiker schlagen höher, wenn es um Palindrome geht.

Doch Hilfe! Die Emojis kommen! Sie übernehmen die Macht! Und vorbei ist es mit der Symmetrie, sie blinzeln nur rechts, schwitzen nur links, küssen nur nach rechts, heben nur den linken Daumen, schnarchen nur nach rechts, denken fortwährend einseitig, und lachen sich immer nach derselben  Seite schief …

Kurz: Emojis handeln STETS asymmetrisch.

So sterben die Palindrome aus. Darum hört ihren Hilferuf:

Bildet die NEUEN SOKOS ROTOR, unsere RETTER, sie rollen die blöden Emojis davon!

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Jahresbilanz: keine Ungereimtheiten

… und wieder ist es ihnen gelungen, geschickt und mutig sind sie gesprungen, aus Köpfen in die Tastaturen, auf Server und in Agenturen, in Blogs oder zu den Lektoren*, auf volle Tische, in offene Ohren von Verlegern* und Juroren*, in manche kassennahe Regale oder auf hippe Webportale, unbeirrt auf Lesebühnen => => die Ideen der alphabettínen

(*: na, ihr wisst schon, die ‚innen‘ sind immer und an erster Stelle mitgedacht, reimen sich aber nicht so gut – also doch Ungereimtheiten …)

Besucht uns: www.alphabettínen.de

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Seitensprünge

Wie sehen eigentlich mit den Seitensprüngen der digitalen Schreiber*innen aus?

Die digitalen Schreiber*innen suchen für ihre Seitensprünge nach B***en. Huschen da hinein („Hoffentlich sieht mich niemand!“), nehmen die Objekte ihrer Begierde und legen sie vor sich hin.

Drücken sie, streicheln sie, bohren ihre Finger hinein, schnuppern an ihnen, lassen sie durch ihre Hände gleiten und wägen sie ab. Dann mustern sie die Objekte ihrer Begierde ein letztes Mal, nehmen sie vielleicht in den Arm und lassen sie zurück, wenn sie mit verklärtem Blick aus den B***en heraushuschen.

Kopfschüttelnd schauen ihnen die Angestellten der B***  hinterher und stellen die Objekte der Begierde in die Regale zurück.

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Seitensprünge am Strand

Die schweißtreibende Wetterlage führt mich zum See um die Ecke: klares Wasser, bewaldete Ufer, kleiner Sandstrand.
Ich halte zwei Decken unter dem Arm. Eine platziere ich links am Strand, auf dem letzten freien Sonnenplatz, lege ein altes T-Shirt, das mir nicht mehr passt, und zwei wenig interessante Bücher darauf ab. Mit der anderen Decke laufe ich zur rechten Seite des Strandes auf den letzten freien Schattenplatz zu. Er liegt unter einer stattlichen Eiche. Nun schnell die alte Hose und das nicht mehr ganz frische T-Shirt fallen lassen und rein. Zweimal bis zur Mitte des Sees geschwommen, dann raus aus dem Wasser und Richtung Sonnenplatz (linke Seite) zum Trocknen. Die Decke ist bereits leer geräumt, ich habe ausreichend Platz. Seitensprünge am Strand weiterlesen

Klare Nächte

Klare Nächte ohne Sterne,  dabei würde ich so …
… kann ich auf und nieder springen, hin und her,
Millionen SCHAFE zählen, das eine mit dem „L“ vorm „A“
ist nicht dabei.

Klare Nächte ohne Sterne,  dabei sähe ich so gerne
Deneb, Wega, Atair

klare Nächte

Klare Nächte ohne Sterne, dabei würde ich so …
… jetzt packe ich meinen Koffer und dann zurück
zur dunklen Seite der Nacht.

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Seitensprünge

eier nach lesen

Heute Morgen beim Abholen des Frühstückseis von meinem Huhn sprach ich ein ernsthaftes Wort mit dem Tier:
Industrie 4.0 ist angesagt, mein liebes Huhn, und der allseits vernetzte Haushalt. Also mach dir Gedanken, was du zur Digitalisierung beitragen kannst. Sonst ersetze ich dich durch einen Eierroboter, und du, mein liebes Huhn kommst in den letzten analogen Kochtopf, der in meiner Küche noch zu finden ist.
Aufgeregt begann das Huhn von einer Seite seines Stalls zur anderen Seite zu springen. Dann hielt es inne, sah mich an und begann: Seitensprünge weiterlesen