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Seitensprünge

Heute habe ich unser Bloghaus für die Weihnachtstage geschmückt:

dsc_2623Einen Adventsstern in den Papierkorb zu Anjas (und anderen) Notizen, einige Christbaumkugeln zu Marions Klein(ich)keiten auf dem Tisch. Die alte Kaffeetasse mit dem Seitensprung habe ich ausgetauscht durch eine Schneemanntasse (auch mit Sprung!).

Wie Ricardas Assoziationen weihnachtlich zu gestalten sind, wird sich noch ergeben.  Zu Claudia(B)s  Ausrufezeichen,  das sich in einem Stiefel  schlafen gelegt hat,  habe ich ein Tannenzweiglein gesteckt

und  an die Pinnwand  zu Carmens Postkarten  eine Winterkarte vom Brocken geheftet. p1000600

Für Claudia(S) liegt  eine starke Ersatzbrille bereit, falls ihre Brille beim Wechsel von der kalten Luft draußen in unser warmes Häuschen beschlägt. dsc_2625

 

 

 

 

Ich habe nämlich den alten Ofen kräftig geheizt und auch noch Holz danebengelegt,  damit es sich alle, die uns an den Feiertagen besuchen, gemütlich warm machen können.

Draußen hat es angefangen zu schneien, und meine Mütze liegt zu Hause im Kleiderschrank; ich muss mir Majas  Hut für heute ausborgen, bringe ihn morgen zurück, versprochen! p1000289

Bevor ich das Bloghaus verlasse,  stelle ich eine große Kerze ins Fenster, damit alle, die sich einsam fühlen, uns finden, die Tür ist nie verschlossen.  Hier könnt Ihr Euch in den alten Schaukelstuhl setzen und gute Bücher aus dem Regal http://www.alphabettinen.de ziehen :  Romane, Gedichtbände, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Gartenbücher  …

Ich freu mich darauf, Euch an den Feiertagen in unserem Bloghaus zu begegnen.

Allen Bloggerinnen, allen alphabettínen, all unseren Leserinnen und Lesern wünsche ich ein fröhliches, auch besinnliches, vor allem aber friedliches Weihnachtsfest.

Claudia Breitsprecher: Ausrufe und andere Zeichen

Was ist denn jetzt mit den Geschichten?

Warum fragt das niemand?
Wo die Kinder herkommen, wollen die Kinder wissen, aber dass die Geschichten da sind, nehmen sie einfach hin, brauchen keinen Klapperstorch dafür. Schlagen die Bücher auf und sehen die Bilder an, lassen sich vorlesen und lesen selbst, später, wenn der Klapperstorch schon fortgeflogen ist aus ihren Köpfen, dem anderen gewichen, dieser Realität, von der die Wissenschaft nicht weiß, ob sie Teilchen ist oder Welle.

Na, Teilchen ja wohl, jedenfalls wenn man sie anfassen kann. Geiles Teil, sagen die Kinder, wenn sie keine Kinder mehr sind und das neue neueste allerneueste Smartphone haben wollen, geiles Teil und nicht geile Welle. Und dann laden sie sich die Geschichten herunter, am besten für lau, und noch immer fragen sie nicht, wo kommen sie denn her, die Helden und die Lieblinge, die Männer und Frauen und Kobolde, mit denen sie fiebern, die Monster und Geister und Psychopathen. Oder Psychopathinnen, o ja, die gibt es auch.

Jedenfalls lesen sie weiter, blättern um und können ES nicht aus der Hand legen, das Buch. Oder sie wischen auf dem Teil und werden dabei geil, und das kann folgen haben, je nach Konstellation. So lesen sie bald den eigenen Kindern vor, bald den Enkeln, stellen mit den Jahren die Schrift größer und größer und fragen noch immer nicht, wo kommen sie her, die Geschichten.

Buchen eine Flatrate in der Bibliothek oder in diesem Netz, in dem sie sich längst verfangen haben, lesen nur noch Anfänge. Ende ist eh nicht so toll, aufs Ende marschieren sie selber zu, und kurz bevor es so weit ist, liest ihnen hoffentlich wieder jemand vor an ihrem Bett aus einem Buch. Alles andere wird vergessen, nur die Geschichten nicht. Schließlich ist es vorbei und sie legen das geile Teil aus der Hand und werden Welle.

Nehmen die Geschichten mit.
Und niemand weiß, wohin.