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seitensprünge

Seitensprünge

Kennt Ihr dieses weiße Loch?

Da habe ich mal wieder recherchiert und recherchiert und recherchiert und …. Bin gesprungen von einer Internetseite zur nächsten, von einer Bibliothek in die nächste von einem kompetenten Gesprächspartner zum nächsten (es waren in diesem Fall tatsächlich alles Männer☹) und sitze nun in mitten eines Berges von Dateien, Büchern, Zettelchen … und starre auf das eine unbeschriebene Blatt, das weiße Loch. Und springe nicht zur Seite. Und falle hinein. Und übe mich im Klimmziehen, im mich Herausziehen. Aber ach, Bizeps und Trizeps und wie sie sonst noch alle heißen sind vom Aufschütten der Rechercheberge ermüdet.

Aber da: Ein Leuchten hoch über dem weißen Loch, wo kommt das her? Natürlich! Aus Rheinsberg! Die alphabettínen in Rheinsberg. www.alphabettinen.de Fröhliches Winken, helles Lachen, wir ziehen mich heraus aus dem weißen Loch,  am kommenden Freitag schon.

Seitensprünge

 

Ein Albtraum hat mir die Nacht versaut. Ich will ihn aufschreiben, das soll helfen, habe ich gehört. Also klappe ich mein Laptop auf – und werde von ihm schief angesehen. Das muss an dem Albtraum liegen, ich blicke schief zurück und klappe das Teil wieder zu. Aus der hintersten Ecke der Schreibtischschublade krame ich einen Füllfederhalter hervor und ziehe mir aus dem Drucker ein Stück weißes Papier. Mit einem spöttischen Lächeln zum Laptop hin beginne ich, auf Papier zu schreiben, mit Tinte. Tinte, das ist eine (meist blaue) wasserlösliche Flüssigkeit die aus einem Füllfederhalter fließt, wenn man diesen zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger presst und mit etwas Druck auf das Papier setzt. Druck ausüben – ich bin wieder bei meinem Albtraum, und der ging so:

Irgendetwas wollte ich auf einer Internetseite recherchieren. Auf einer Seite, die mir sehr, sehr vertraut war, wollte ich mich von Link zu Link klicken. Doch kein Link funktionierte. Da ich auch am Laptop gern mit Maus arbeite, traktierte ich das arme Tier, mit dem Zeigefinger, dem Mittelfinger, dem …, mit zunehmendem Druck. Dann Faust, dann Ferse. Der Link verlinkte mich nicht, aber die Maus zersprang. Also musste der Touchscreen ran, Zeigefinger, Mittelfinger, zunehmender Druck, Faust, Ferse – und mein Laptop hatte einen Sprung, und nochmal Ferse und noch ein Sprung, und … ich sprang aus dem Bett. Aufschreiben, aufschreiben und loswerden.

 

kaffeepotIch koche mir einen Kaffee und denke nach, und habe das Gefühl, der Albtraum ging noch irgendwie anders. War da nicht noch etwas? Versonnen drehe ich meinen alten Lieblingkaffeepot in der Hand, starre ihn an. Der hat ja einen Sprung! An der Seite mit der Kuh! Erschrocken stelle ich den alten Lieblingkaffeepot auf das mit meinem Albtraum beschriebene Blatt. Und beobachte, wie aus dem Seitensprung der Kaffee sickert, sich mit der Tinte mischt, die ja wasserlöslich ist und mein Kaffee wohl doch zu dünn. Oder dünn genug, dass der Albtraum Wort für Wort in einer blaubraunen Lache ertrinken kann.

 

Mit einem Seitenblick spähe ich zu meinem Laptop hinüber, es gafft immer noch beleidigt zurück. Also schnappe ich mir Papier und Füllhalter und gehe zur Bibliothek. Recherchieren kann man ja auch in Büchern, so von Seite zu Seite …