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Anja Koemstedt. Notizen aus dem Papierkorb

 

HEIMATSCHUTZHELM

 – wos host gsogt?

– goa nix

vogel pfeift ton schwebt luft vibriert küsst trommelfell

– host wos gsogt?

– na, imma no nix

stein segelt wasser weicht welt bricht schwappt an land

(diese ruhe zerrt an meinen nerven, ich höre schon gespenster)

– jetzat host aba wos gsogt

– na, nur denkt hob i mer wos

– na, wannds net reden wuist, lass mers holt

 axt schlägt zapfen fällt vogel kreischt fliegt auf dreht kreise

(ich lang mir an den kopf)

– diese schlawackis da aus poln san a zu deppert füa an oanfaches formular zum ausfuin

(gestelzt) aber du, des schönen deutsch mächtig qua geburt, hast das mit links für sie erledigt

– na, mit rechts, mia imma mit rechts aufm revier

– wos hoamatherzerl schlägt, mit vui gfui

– geeenau

 axt schlägt baum fällt vogel kreischt fliegt auf dreht kreise

(ich sehe hoch in die kronen, wolken ziehen, schwindel, natur muss man aushalten können)

seitensprünge

Seitensprünge am Strand

Die schweißtreibende Wetterlage führt mich zum See um die Ecke: klares Wasser, bewaldete Ufer, kleiner Sandstrand.
Ich halte zwei Decken unter dem Arm. Eine platziere ich links am Strand, auf dem letzten freien Sonnenplatz, lege ein altes T-Shirt, das mir nicht mehr passt, und zwei wenig interessante Bücher darauf ab. Mit der anderen Decke laufe ich zur rechten Seite des Strandes auf den letzten freien Schattenplatz zu. Er liegt unter einer stattlichen Eiche. Nun schnell die alte Hose und das nicht mehr ganz frische T-Shirt fallen lassen und rein. Zweimal bis zur Mitte des Sees geschwommen, dann raus aus dem Wasser und Richtung Sonnenplatz (linke Seite) zum Trocknen. Die Decke ist bereits leer geräumt, ich habe ausreichend Platz. Seitensprünge am Strand weiterlesen