Schlagwort-Archive: Weihnachten

Marion Boginski: Klein(ich)keiten

Weihnachtliches Alphabetum

Alle Jahre wieder plötzlich da

Bratapfelduft mit Baumkerzenschein

Cash Cashmerepullover bezahlt

Draußen glüht das Lichtermeer

Eines Jahres am Heiligabend wieder

Flockenwirbelzentimeterhoch

Gänsebratengerippe

Heiligabend aber noch nicht

Immer dieses Warten auf den Weihnachtsmann

Jedes Jahr neu

Kinderaugenlächeln beim Geschenkeaufreißen

Liedersingen bis zur ersten Strophe

Marzipankartoffel als Weihnachtsgemüse

Nichtalleinsein überlebensnotwendig

OmaOpaOnkelbesuch

Passend gemacht Weihnachtskommerz und Christi Geburt

Qual der Geschenkewahl

Rituale – Kartoffelsalat mit Wiener, Ente mit Rotkohl, Nachmittagsspaziergang mit offenem Hosenknopf

Spielen mal wieder Mensch ärgere dich nicht

Tausche Schal gegen Seidenbluse

Umständehalber Hund abzugeben

Vor dem Fest hat fast jeder gute Laune

Weihnachtlicher Geschenketausch von Mann zu Frau zu Oma zu Opa zu Kind und zurück

Xanthippe hat über Weihnachten (Wihenaht – heilige Nächte) Auftrittsverbot

Ysop für die Tage nach dem Schlemmen

Zum Feste nur das Beste – Glück und Liebe und Frieden!

 

Schöne Weihnachten!

 

 

 

 

 

 

 

Seitensprünge

Heute habe ich unser Bloghaus für die Weihnachtstage geschmückt:

dsc_2623Einen Adventsstern in den Papierkorb zu Anjas (und anderen) Notizen, einige Christbaumkugeln zu Marions Klein(ich)keiten auf dem Tisch. Die alte Kaffeetasse mit dem Seitensprung habe ich ausgetauscht durch eine Schneemanntasse (auch mit Sprung!).

Wie Ricardas Assoziationen weihnachtlich zu gestalten sind, wird sich noch ergeben.  Zu Claudia(B)s  Ausrufezeichen,  das sich in einem Stiefel  schlafen gelegt hat,  habe ich ein Tannenzweiglein gesteckt

und  an die Pinnwand  zu Carmens Postkarten  eine Winterkarte vom Brocken geheftet. p1000600

Für Claudia(S) liegt  eine starke Ersatzbrille bereit, falls ihre Brille beim Wechsel von der kalten Luft draußen in unser warmes Häuschen beschlägt. dsc_2625

 

 

 

 

Ich habe nämlich den alten Ofen kräftig geheizt und auch noch Holz danebengelegt,  damit es sich alle, die uns an den Feiertagen besuchen, gemütlich warm machen können.

Draußen hat es angefangen zu schneien, und meine Mütze liegt zu Hause im Kleiderschrank; ich muss mir Majas  Hut für heute ausborgen, bringe ihn morgen zurück, versprochen! p1000289

Bevor ich das Bloghaus verlasse,  stelle ich eine große Kerze ins Fenster, damit alle, die sich einsam fühlen, uns finden, die Tür ist nie verschlossen.  Hier könnt Ihr Euch in den alten Schaukelstuhl setzen und gute Bücher aus dem Regal http://www.alphabettinen.de ziehen :  Romane, Gedichtbände, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Gartenbücher  …

Ich freu mich darauf, Euch an den Feiertagen in unserem Bloghaus zu begegnen.

Allen Bloggerinnen, allen alphabettínen, all unseren Leserinnen und Lesern wünsche ich ein fröhliches, auch besinnliches, vor allem aber friedliches Weihnachtsfest.

Maja Linthe: Bloggen mit Hut

Als ich auf der Weihnachtsfeier der alphabettínen eintreffe, begrüßen sie mich mit den Worten:“Du schreibst ja diese Woche unseren Blog, nicht wahr?“ Tatsächlich! Das hatte ich verdrängt. Während die erste Pizza verteilt wird, gehe ich online, logge mich ein und betrete den Blograum.

Manche, die mir am Tisch weihnachtsfeierlich gegenüber sitzen und ihr erstes Stück Pizza essen, sind gleichzeitig im Blograum anwesend. Anjas Notizen liegen im Papierkorb, Carmens Postkarten treffen immer wieder ein und Claudia lässt ihren kurzsichtigen Blick schweifen. Ich wandere durch die verschiedenen Kategorien, höre mir dabei Musik an und Geräusche, lasse mir etwas vorlesen und blättere durch die Fotos.

weihnacht_alphabett_2016

Am Tisch reden sie jetzt über die notwendige Verlinkung unseres Blogs in der Blogosphäre. Da ich mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs bin, sind meine Gedanken beim Blogschlendern langsamer geworden und ich kann der Unterhaltung bei der Weihnachtsfeier kaum noch folgen.

Mittlerweile bin ich so schnell geworden, dass ich bereits in der Zukunft angekommen bin. Mein Blogbeitrag ist schon erschienen, ohne dass ich mich erinnern könnte, ihn geschrieben und online gestellt zu haben. Ich füge noch einen Kommentar hinzu: „Entschuldigt bitte, dass ich so lange weg war.“ Dann kehre ich zur Weihnachtsfeier zurück. Die anderen verabschieden sich gerade. Ich darf mit zur U-Bahn laufen und bemühe mich, mit ihnen  Schritt zu halten. Die Gravitation macht mir hier unten zu schaffen, während mein Blogbeitrag seine Umlaufbahn erreicht.

Klein(ich)keiten

(Sorry, hier sollte jetzt ein Video stehen, aber entweder wurde der Dateityp nicht unterstützt oder der Film war zu kurz, deshalb ist nur ein Foto von der letzten Sequenz des singenden und tanzenden Schneemanns zu sehen.)

Bald nun ist Geschenkezeit …

… mal wieder! Hatten wir die nicht gerade?
Ach nein, war der Geburtstag von Oma/Opa/Mama/Papa/Kind 1/Kind 2/Kind 3/Freund/Freundin …

Auf die Idee an Geburtstagen Blumen zu verschenken, soll eine clevere Floristin gekommen sein. Auf die Idee am Valentinstag Blumen und Süßigkeiten zu überreichen, ist wer gekommen? Auf die Idee zu Ostern Naschereien und kleine Geschenke zu verstecken, am Muttertag Blumen zu verschenken, zu Weihnachten Schokoladenweihnachtsmänner und Geschenke, viele Geschenke, zu viele, hat sich bitte wer ausgedacht?

Der Weihnachtsmann soll eine Erfindung von Coca Cola sein. Halloween eine Erfindung der Kelten oder der Iren und dann über Amerika um die Welt gewandert.
Das Halloween-Fest ließ vor ein paar Wochen gerade wieder kleine verkleidete Monster an Türen klingeln und um Süßigkeiten betteln: Gib mir Süßes, sonst gibt es Saures! Zahnpasta und Toilettenpapier an Türklinken.

Und nun wieder Weihnachten. War nicht gerade der 24.12.? Ist schon 360 Tage her? Kann nicht sein!
Sie/er/ich begeben sich also erneut in den Geschenkeeinkaufstrubel. Rolltreppe hoch und höher. Türen öffnen sich und schließen. Laptop klappt auf und zu.
Was wollen er/sie/ich kaufen für Oma/Opa/Mama/Papa/Kind1/Kind2/Kind3/Freundin/Freund. Kinder wissen immer, was man ihnen schenken kann, eine lange Liste gezeichnet und geschrieben. Eigentlich brauche ich nichts, sagen dagegen sie/er/ich. Und freuen sich doch, wenn sie ein Geschenk bekommen oder auch zwei oder …
Also Rolltreppe hoch und mal schauen, was für ihren/seinen/meinen Geldbeutel passt oder passen könnte. Bücher passen immer.

Ein Buch für Oma/Opa/Mama/Papa/Kind1/Kind2/Kind3/Freund/Freundin …
Halt! Opa liest gerade nicht, seine Augen, sagt er zu ihr/ihm/mir.
Oma hat noch das Buch vom letzten Weihnachten und Geburtstag auf dem Nachtisch liegen.
Mama und Papa kommen wegen Kind1/Kind2/Kind3 nicht zum Ins-Buch-schauen. Aber sie/er/ich könnten trotzdem eines verschenken zum Späterlesen.
Dazu gibt es Bücher für die Kinder, denken sie/er/ich. Außerdem etwas von den Kinderzetteln, die lang und länger sind. Sie/er/ich können sich etwas aussuchen, was passt, was kindsmäßig und geldmäßig passt.

Die Füße sind mittlerweile lahm, der Laptop heiß gelaufen und was schenkt man nun den Erwachsenen, denken sie/er/ich. Und haben eine Idee. Sie/er/ich schenken sich und anderen eine ruhige und entspannte Adventszeit. Kaufen keine weiteren Geschenke. Sie/er/ich freuen sich über die gewonnene Zeit, freuen sich auf das Nicht-einpacken-müssen. Freuen sich über fehlende Geschenkpapierberge hinterher. Denken sie/er/ich. Hoffen sie/er/ich.
Und laufen in Geschäfte und fahren bis zum Heiligabend Rolltreppen rauf und runter und klappen den Laptop auf und zu und denken: Vielleicht eine Idee für das nächste Jahr. Oder übernächste. Schön wäre es schon. Ein Weihnachten nur mit Gaben für die Kinder. Alle anderen schenken sich eine stressfreie Zeit und entspannte Gesichter am Heiligabend.
Möge es ihr/ihm/mir nicht so ergehen wie dem Schneemann im Video/Foto!
Merry Christmas!